Foto – Stock oder nicht Stock? Das ist hier die Frage

Das kom:ma Prinzip für das perfekte Fotoprojekt

 

Stockfoto-Agenturen sind toll und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Man kann aus einer Vielzahl von Fotos wählen, diese dann zu einem relativ günstigen Preis kaufen und für seine Zwecke nutzen. Das Problem bei den Stockfotos erkennt man aber schnell, wenn man auf der Suche nach Bilden ist, die zum eigenen Unternehmen passen.

 

Gibt man in der Stockfoto-Suchmaschine beispielsweise den Begriff „Arzt“ ein, dann bekommt man eine große Auswahl an qualitativ meist sehr guten Fotos angezeigt. Es fällt aber relativ schnell auf, dass jedes Bild irgendwie gleich aussieht. Sie haben keine Individualität. Ein weiteres Problem dabei ist, dass die Bilder nicht exakt das zeigen, was den Kunden bzw. Patienten erwartet. Im Fall unseres Beispiels „Arzt“ sind dann die Räumlichkeiten anders als die tatsächlichen Praxisräume oder die Personen auf den Bildern wird der Patient niemals treffen. Gewissermaßen geht es also auch um eine Ehrlichkeit dem Kunden bzw. Patienten gegenüber, denn man muss darauf achten, dass man mit den Stockfotos nichts suggeriert, was nicht der Wahrheit entspricht.

Zudem ist in der Vergangenheit noch ein sehr prominentes Beispiel hinzugekommen, warum die Nutzung von Stockfotos und auch von Stockvideos nicht immer ein guter Weg ist. Stichwort: Wahlkampf 2013. Das Stock-Video einer radelnden Familie sorgte damals für folgende Schlagzeilen „FDP-Wahlkampf – Der peinliche Quark“. Was war passiert? Da Stockfotos – und Videos nicht exklusiv erworben werden, sondern von Hunderten oder gar Tausenden anderen Nutzern gekauft und verwendet werden können, ist es natürlich durchaus wahrscheinlich, dass man mit einem Bild oder Video wirbt, das bereits jemand anderes nutzt. Im Falle der FDP wurde ein Video ausgewählt, das auch eine rechtsextreme Partei benutzte. Ein Fauxpas, der tagelang diskutiert wurde und die eigentliche Werbebotschaft in Vergessenheit geraten ließ. Wer vermeiden möchte mit den gleichen Bildern zu werben wie ein Konkurrent oder wer nicht Gefahr laufen möchte mit irgendwas in Verbindung gebracht zu werden, was unangenehmes Gesprächsthema werden könnte, der muss folglich gut überlegen ob und welche Stockfotos verwendet werden.

Und ein drittes Problem kommt bei den Stockfotos hinzu: Die Lizenzen. Diese Lizenzen kauft man, wie auch beim Fotografen, für bestimmte Verwendungszwecke und Zeiträume. Während man dem Fotografen einfach mitteilt wofür und wie lange Bilder benutzt werden sollen und er dann die entsprechende Lizenz vergibt, muss man bei Stockfotos selbst darauf achten die korrekte Lizenz auszuwählen. Klickt man was Falsches an, wird das Stockfoto entweder unnötig teuer – oder aber man kauft eine “zu kleine“ Lizenz. Nutzt man die gekauften Bilder dann nicht der Lizenz entsprechend, können die Stockfoto-Agenturen sogar abmahnen und ggf. wegen der Nichteinhaltung der Lizenz klagen, was wiederum enorme Kosten bedeuten kann.

Fazit:

Fotos von der Stange, aus einem alten Bestand oder mal eben schnell und günstig gemacht sind natürlich ein Weg den kleinen Geldbeutel zu schonen. Wenn man aber mal zusammenrechnet, was die Lizenzen bei Stockfotos auf Dauer kosten oder wenn man sich die eventuell schädliche Wirkung von schlechten Fotos vor Augen führt wird man doch schnell feststellen, dass es sich lohnt, in individuelle und gute Bilder zu investieren. Wenn man also kann, sollte man eigene Bilder erstellen (lassen) die den Qualitätsansprüchen, die das Unternehmen darstellen will, gerecht werden. Denn nicht nur Webseite und Printmedien repräsentieren ein Unternehmen, sondern auch die darauf abgebildeten Fotos tragen einen Großteil dazu bei.

Haben Sie ein Fotoprojekt, bei dem Sie professionelle Unterstützung benötigen oder haben Sie noch Fragen zu den Themen Lizenzrechte und Fotoqualität? Dann beraten wir Sie gerne dazu.