Integriertes Reporting

„Das kom:ma Prinzip einer transparenten Markenführung“

 

Ein zukunftsfähiges Markenmanagement bedarf einer strategischen Planung und einem transparenten Monitoring. Markenführung ist ein Prozess, der regelmäßig überprüft werden muss, damit die Ziele der Markenstrategie erreicht werden. Dabei hilft eine zukunftsorientierte Datenanalyse, das integrierte Reporting.

Für viele Unternehmen beginnen Themen wie Ressourcenknappheit, demographischer Wandel oder auch Globalisierung an Bedeutung zu gewinnen. Vorrangig sind bei langfristig ausgerichteten Entscheidungen Rahmenbedingungen wie Kundenbeziehungen oder Humanressourcen. Diese dürfen nicht außer Acht gelassen werden, denn sie  beeinflussen den Marktwert des Unternehmens immens.

Beim traditionellen Reporting liegt der Fokus auf vergangenheitsorientierten Finanzdaten. Aufgrund verschiedenster Regelungen und freiwilligen Standards ergibt sich eine Masse gleichzeitig bestehender Berichte, ohne dass diese einen Zusammenhang herstellen. Ohne relevante, zusammenhängende Inhalte führen solche Berichte zu Unzufriedenheit bei allen Beteiligten und Unsicherheit bei der Entscheidungsfindung . Beim neuen Ansatz, dem integrierten Reporting, werden zusätzlich strategische, zukunftsorientierte Daten berücksichtigt. Für ein Unternehmen bedeutet das, zukünftig im Jahresabschluss auch Themen wie Umweltmanagement, Mitarbeiterzufriedenheit und -führung, sowie Risikomanagement und Compliance zu kommunizieren. Das baut Vertrauen zu allen relevanten Interessengruppen durch erhöhte Transparenz auf. Als Resultat entsteht ein einziger Bericht, der alle wegweisenden Informationen enthält.

Das integrierte Reporting stellt ein – im sozialen, ökonomischen und ökologischen Bezug – zusammenhängendes Gebilde von Geschäftsmodell/-strategie, Erfolg, Leistung und Unternehmensführung dar. Dabei geht die Entwicklung von einem kurzfristigen zu einem langfristigen Zeitraum, der nachhaltiger die Leistungsfähigkeit des Unternehmens aufzeigt. Während der alte Ansatz die fehlende oder ungenügende Zusammenarbeit zwischen einzelnen Bereichen förderte, bedeutet das integrierte Reporting die Abkehr dieses oft verbreiteten „Silodenkens“. Aufgrund der vernetzten, effizienten Analyse aller relevanten Informationen, existieren nun nicht mehr mehrere, voneinander isolierte Berichte. So werden größere Synergieeffekte durch die Auswertung interner und externer Informationen erreicht. Um die Funktionsweise des integrierten Reportings zu verstehen, wurden fünf übergeordnete Prinzipien und sechs Kernelemente festgelegt.

Durch die fünf Prinzipien wird der interne Report vorab mit gestaltet, der Inhalt und formale Gestaltungsansätze definiert:
  • Der Fokus der Berichterstattung liegt auf der Strategie und dem Geschäftsmodell des Unternehmens .
  • Die kommunizierten Informationen werden nachvollziehbar und mit Mehrwert verknüpft.
  • Die Berichterstattung erfolgt grundsätzlich zukunftsorientiert.
  • Die Berichterstattung sollte je nach Interessen der Stakeholder gestaltet werden.
  • Der Bericht beschränkt sich auf präzise, verlässliche und relevante Informationen.
Die sechs Inhaltsblöcke für den externen Bericht sind elementarer Bestandteil des integrierten Reportings und sollten ausschließlich im Zusammenhang gesehen werden:
  • Darzustellen sind die Organisationsstruktur und die Funktionsweise des Geschäftsmodell, mit den Stärken und Schwächen des Unternehmens. 
  • Zu kommunizieren sind Kontext, inklusive Chancen und Risiken, d.h. fokussiert auf die Entwicklung des relevanten Umfelds und die Faktoren die das Unternehmen in sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Hinsicht beeinflussen.
  • Zu berichten sind die strategischen Ziele, wie das Unternehmen seine Ressourcen für die individuellen Ziele nutzt, mit Risiken umgeht und wie beständig die Wirkung einzelner Maßnahmen ist.
  • Steuerung und Vergütung beschreiben die Entscheidungswege, Führungsprinzipien und Verantwortlichkeiten -im Speziellen- Anreizsysteme des Managements inclusive deren Ausrichtung.
  • Bei der Leistung wird das Abschneiden im Vergleich zur Zielsetzung des Unternehmens, deren Kennzahlen und Optimierungsmöglichkeiten betrachtet.
  • Zusätzlich wird ein Ausblick auf zukünftige Ziele und Entwicklungen des Unternehmens gegeben, wodurch die Adressaten des Berichts von der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens überzeugt werden sollen.
Fazit

Das neue Konzept des integrierten Reportings fördert in hohem Maße die Verknüpfung und Fokussierung aller relevanten Informationen. Dadurch wird es dem externen Adressaten vereinfacht, die Zusammenhänge im Unternehmen und dessen Fähigkeit zukünftig Wert zu schaffen und zu erhalten, besser einschätzen zu können. Somit werden für das Unternehmen Reputationsrisiken abgebaut, eine bessere Argumentationsbasis geschaffen und der mittelfristige Erwerb von Kapital erleichtert.Mit diesem Reporting-Konzept lässt sich ein zukunftsfähiges Markenmanagement steuern. Es ermöglicht kurzfristig Stellhebel zu aktivieren und Maßnahmen zu korrigieren.